Warum ist Lachen ansteckend? 5-Minuten-Traum vom 5. Dezember 2025

„Lachen ist eine körperliche Übung mit großem Wert für die Gesundheit.“
– Aristoteles
Warum lachen wir eigentlich?
Wenn wir einen Blick zurück in die Anfänge der Menschheit werfen, wird deutlich, dass Lachen schon immer eine zentrale soziale Rolle spielte: Es signalisiert Verbundenheit mit anderen, stärkt den Zusammenhalt, zeigt Verspieltheit und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Wenn dich jemand angelächelt hat, dann wurde damit Zuneigung und Verständnis gezeigt – man war außer Gefahr. Lachen war also damals und ist auch heute noch ein wichtiger Teil der nonverbalen menschlichen Kommunikation und seine Mechanismen sind tief in uns verankert.
Heutzutage ist es interessanterweise so, dass nur ca. 20 Prozent aller Lacher durch erzählte Witze oder lustige Beobachtungen ausgelöst werden. Die meisten Lacher entstehen, um dem Gegenüber nonverbal etwas mitzuteilen. Denkt nur daran, wie ihr beim Erzählen einer kleinen Panne durch ein gemeinsames Lachen zeigt, dass alles halb so schlimm ist, oder wie ihr bei einem Familienessen mit einem Lachen signalisiert, dass ihr die Stimmung und das Zusammensein gerade besonders genießt.
Ansteckendes Lachen
Aber wieso genau können wir eigentlich gar nicht anders, als mit zu lachen, wenn wir jemanden lachen sehen oder hören? Die Antwort darauf liegt, wie so oft, im Gehirn.
Wenn wir jemanden lachen sehen oder hören, springen in unserem Gehirn sogenannte Spiegelneurone an. Anfang der 1990er-Jahre stießen italienische Forschende auf ein erstaunliches Phänomen bei Makaken – einer weit verbreiteten Gattung von Affen. Sie beobachteten, dass bei den Tieren dieselben Hirnregionen aktiv wurden, ganz gleich, ob sie selbst nach einer Erdnuss griffen oder lediglich nur zusahen, wie ein Mensch die Nuss aufhob. Das war die Entdeckung der Spiegelneuronen, die nicht nur Makaken, sondern auch wir Menschen besitzen.
Wenn wir ein fröhliches Lachen sehen oder hören, aktivieren sich in unserem Gehirn dieselben Nervenzellen, die auch arbeiten würden, wenn wir selbst lachen. Dadurch kommt es oft ganz automatisch dazu, dass wir ebenfalls lächeln oder lachen. So sorgt das Spiegelneuron-System dafür, dass sich Freude blitzschnell von Mensch zu Mensch überträgt und wir uns emotional aufeinander einstimmen. Das ist übrigens auch der Grund dafür, warum in vielen Sitcoms ein Gelächter nach einem Witz im Hintergrund abgespielt wird – es verleitet uns dazu, mit zu lachen.
So, jetzt haben wir geklärt, wieso Lachen so ansteckend ist! Und das Schöne daran: Anders als bei einem Virus ist diese Ansteckung nicht gefährlich, sondern ausgesprochen heilsam – denn gemeinsames Lachen tut Körper und Seele gut und entfaltet überraschend viele positive Effekte!
Vergessen Sie also nicht zu lachen an diesem 2. Advent-Wochenende!
Ihr Traumfabrik-Team