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Warum Spaziergänge so wichtig sind & wie Bäume kommunizieren 5-Minuten-Traum vom 21. Juni 2024

Warum nur fünf Minuten im Wald so gesund sind

Der Schönheit des Waldes widmeten schon zahlreiche Poeten ihre Gedichte, die sich zum Teil noch heute in Schutzhütten finden lassen. Warum der Wald? Weil es kaum einen besseren Ort gibt, um abzuschalten und seine Gedanken neu zu ordnen. Ein Spaziergang durch die Bäume belebt, erfrischt und ist viel mehr, als reine Entspannung. Studien und Bücher belegen, dass die Natur einen großen gesundheitlichen Nutzen bietet. Tatsächlich kann ein Waldspaziergang Stress lindern, das Immunsystem stärken und das Selbstwertgefühl heben – und das in kürzester Zeit.

Der Analyse zufolge steigern Waldspaziergänge das Selbstwertgefühl, heben die Stimmung und bauen Stress ab. Diese Wirkung soll sich verstärken, wenn auf dem Weg ein See liegt oder ein Bach dahinplätschert. Stimmung und Selbstwertgefühl sind zentrale Indikatoren für unsere physische und psychische Gesundheit. Immerhin beeinflussen sie unsere Fähigkeit, mit stressigen Situationen umzugehen. Und liefern uns ein momentanes Glücksgefühl.

Übrigens: Laut einer Studie am Zentrum für Gesundheit genügen rund 3000 Schritte täglich, um das Risiko für Arterienverkalkung zu reduzieren – und damit auch die Gefahr für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Und diese 3000 Schritte sind besser an der frischen Waldluft als in der Stadt getan.

Natürlich hat der Wald nicht für jeden Menschen den gleichen positiven Einfluss auf die Stimmung und das Selbstwertgefühl. Eine schöne Landschaft kann für den einen ein weites Feld oder eine Dünen- oder Wüstenlandschaft sein, für den anderen ist es das Meer oder die Berge. Nicht alle Orte haben die gleiche Wirkung, die Persönlichkeit spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Wie US-Forscher herausgefunden haben, fühlen sich introvertierte Menschen in den Bergen am wohlsten, extrovertierte Menschen lieben hingegen das Meer. Warum das so ist? Die Experten vermuten, dass Extrovertierte sich zu Stränden hingezogen fühlen, da diese ihre innere Offenheit widerspiegeln. Introvertierte können sich in bergigen Landschaften besser zurückziehen, was ihrem Charakter mehr entspricht.

Ob das stimmt, sei mal dahingestellt. Wir halten es eher mit den Worten des Malers Vincent van Gogh: "Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön."

Wie Bäume kommunizieren


Insekten anlocken und vertreiben
Bäume können über Duftstoffe Insekten anlocken, damit diese sie bestäuben. Sie können auf diese Weise aber auch andere Bäume warnen. Etwa so: "Hallo Kollegen, alle mal herhören! An mir knabbern Borkenkäfer. Ihr solltet schleunigst Abwehrstoffe gegen die Käfer herstellen, sonst ist bald der ganze Wald kahlgefressen!"

Damit der Borkenkäfer sich nicht durch den Baum frisst!
Über Duftstoffe können Bäume sogar mit anderen Lebewesen „sprechen“ und sie um Hilfe bitten. Also so: „Hallo ihr Vögel, auf mir hocken ganz viele Borkenkäfer. Könnt ihr die mal bitte wegfressen?

Spürnase im Boden
Duftstoffe werden aber nicht nur im Bereich der Blätter abgegeben, das passiert auch unterirdisch. Wurzeln im Boden können quasi „riechen“, wenn Bodenbakterien ihnen zu viel lebenswichtigen Stickstoff wegnehmen und dann starten sie ein Gegenprogramm.

Wood Wide Web - ein riesiges Netz im Boden
Der Waldboden ist überhaupt faszinierend. Denn er ist durchzogen von einem feinen und riesigen Netz aus Wurzeln und Pilzfäden. Über diese Vernetzung können Bäume Nachrichten empfangen und weitergeben. Daher spricht man auch vom Wood Wide Web – eine Art waldweites Internet. Hauptsächlich berichten die Bäume von Stress: Schädlinge im Anmarsch! Zu wenig Wasser im Boden! Giftstoffe vorhanden!

Langstreckentransport im Baum
Bäume „sprechen“ aber nicht nur mit anderen Lebewesen, auch innerhalb eines Baumes findet Kommunikation statt. Von der Wurzel zu den Blättern und umgekehrt.

Kommunikation von der Wurzel bis zur Krone
"Geplaudert" wird im Baum über zwei Telefonleitungen: den Wassertransport und den Zuckertransport im Holz. Über den Zuckertransport können Blätter zum Beispiel der Wurzel mitteilen, wie viel Nährstoffe sie benötigen.

Achtung, alle Blätter bitter werden!
Bäume können aber auch Gefahr melden. Zum Beispiel: Achtung, an mir frisst eine Giraffe! Was passiert daraufhin im Baum? Er produziert Bitterstoffe und schon bald schmeckt der Giraffe der Baum nicht mehr und sie zieht weiter.

 

 

Quellen
https://www.br.de/kinder/baeume-kommunikation-wald-kinder-lexikon-100.html
https://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/raus-in-die-natur--warum-nur-fuenf-minuten-im-wald-so-gesund-sind-10169360.html